SO ENTWICKELN SIE EINE ZUKUNFTSKULTUR – KLEIN, EINWEBEND UND ENORM WIRKSAM

Stellen Sie sich vor, alle Ihre Mitarbeiter lieben Zukunft. Sie erzählen sich untereinander mit Begeisterung die Möglichkeiten der Zukunft. Sie sind wach und offen gegenüber Neuem und bringen immer wieder weitere neue Ansätze mit in das Unternehmen.

Fragen Sie sich jetzt, wo es diese Mitarbeiter gibt? Bei Ihnen – direkt im Unternehmen und ganz ehrlich, dies sind nicht nur fünf, sondern viele.

 

MITARBEITER MIT ZUKUNFTSBLICK AUF ALLEN EBENEN

Wir kommen nicht Drumherum. Wir sind mittlerweile verpflichtet, alle Mitarbeiter mit in die Zukunft zu nehmen. Heute brauchen wir für die Gestaltung der Zukunft möglichst unser gesamtes Mitarbeiterpotential. Wissenschaftlich wird nachgewiesen, dass grundsätzlich die kollektive Intelligenz eine bessere Antwort auf die Komplexität findet.

Permanent drücken immer mehr Vielfältigkeit, Anforderungen und Dynamiken in das Alltagsgeschäft hinein, welche wir meist gar nicht vorgedacht oder strukturiert haben und da wünscht man sich doch als Unternehmen, dass wir möglichst viele Mitarbeiter haben, die weitblickend, kreativ und flexibel zu packen. Die in einer komplexen Welt ein Abgleich vornehmen können, was passt zu uns, wo liegen die Chancen, aber auch – auf was verzichten wir aktuell, um nicht die Orientierung zu verlieren, ohne wiederum etwas zu vergessen.

 

AN DER SCHNITTSTELLE ZUM KUNDEN ZU VIEL KONDITIONIERUNG

Ganz ehrlich – wir haben noch einen Weg vor uns. Als erstes müssen wir verstehen, dass wir vor allem die Mitarbeiter Zukunfts-Fit machen müssen, die direkt an der Schnittstelle zum Kunden zum Markt agieren. Dies sind oft nicht die Mitarbeiter, die in einem hierarchischen Unternehmen auf der zweiten oder dritten Ebene agieren, sondern eher auf der vierten oder fünften Ebene.

Aber was finden wir meist immer noch vor? Das gerade diese Mitarbeiter im Unternehmen am meisten auf Abläufe, Prozesseinhaltungen und Struktur konditioniert werden. Da wo wir am meisten Flexibilität, Kreativität und ein starkes Mitdenken auch in Bezug auf die Zukunft benötigen, nämlich an der Schnittstelle zum Kunden, nehmen wir die Mitarbeiter nicht ausreichend mit in die Zukunft.

 

KEIN INTERESSE FÜR DIE ZUKUNFT – EINE UNTERSTELLUNG?

Auffällig ist, dass vielfach die bisherigen Ansätze zu keinem Ergebnis führen. Warum eigentlich nicht? – dies fragte ich Torsten G. Geschäftsführer aus einem mittelständischen Unternehmen in Norddeutschland. Er sagte: „Weißt Du Eva – es ist irgendwie anstrengend. Wir haben eine gute Strategie, aber ganz ehrlich, für die interessiert sich maximal nur unsere erste oder zweite Führungsebene.

Wir haben Mitarbeiter-Informationsveranstaltungen gemacht und die Strategie vorgestellt und sogar zum Feedback eingeladen, aber es gibt nur wenig Reaktion. Auch merke ich nicht, dass die Mitarbeiter jetzt Zukunft mitgestalten wollen.“

 

ZUKUNFT IST NICHT ANWESEND

Was läuft da schief? Eine Strategie ist viel zu weit weg für die meisten Mitarbeiter im Unternehmen. Wenn ich bisher als Mitarbeiter nicht mit der Zukunft und den damit verbundenen Wandelphänomenen konfrontiert wurde, kann ich keine gedankliche Verknüpfung für mich herstellen und daher ist es uninteressant für mich als Mitarbeiter, mich mit der Strategie und Zukunft zu beschäftigen. Und zweitens läuft es doch, der Arbeitsplatz ist morgen auch noch da.

 

ZUKUNFT HEISST WIR-TRANSFER UND ÜBERSETZUNGSARBEIT

Dies sind sicherlich gute Argumente, es so zu belassen wie bisher, aber auf keinen Fall mehr ausreichend in einer komplexen Welt, wo wir viele für die Herausforderung der Zukunft benötigen. Daher muss uns etwas einfallen! Was wir im Unternehmen leisten müssen, ist eine Übersetzungsarbeit der Zukunft. Und die Übersetzungsarbeit der Zukunft sieht in der ersten Phase vor, dass wir flächendeckend im Unternehmen die Wahrnehmungs-kompetenz für die Zukunft erhöhen, sozusagen das Weltbild auf allen Ebenen erweitern.

 

ZUKUNFTS-NUGGETS SIND LEICHT, REGEN AN UND ERWEITERN DAS WELTBILD

Fangen Sie an mit kleinen verdaulichen, aber kontinuierlichen Schritten. Dies kommt auch dem häufig eingebrachten Argument entgegen: „Also vorrangig müssen wir unser Tagesgeschäft sicherstellen, wir haben keine Zeit für zusätzliche Zukunfts-Auseinandersetzungen.“ Wie wäre es mit einem wöchentlichen Zukunfts-Nugget. Was das ist? – ein Zukunfts-Blitzlicht von fünf Minuten in allen Teams – etwas ganz Einfaches und daher für alle Teams und Ebenen umsetzbar.

 

Jedes Teammitglied (Bitte beteiligen Sie alle!) bringt ein kurzes Zukunfts-Nugget (kurzen Impuls) ein. Dies kann zum Beispiel sein:

  • „Ich mache auf eine Geniale App aufmerksam.“
  • „Ich erkläre leicht und einfach einen Zukunfts-Begriff (z.B. VUCA, Work-Hacks etc.).“
  • „Ich berichte von einer Zukunfts-Erfahrung oder einem Zukunfts-Gespräch
  • „Ich stelle eine neue Technologie vor.“
  • „Ich mache auf einen spannenden Artikel, Podcast oder Studie aufmerksam.“ etc.

 

WAHRNEHMUNGSKOMPETENZ ERHÖHEN

Alles ist erlaubt und okay – wichtig ist, dass es leicht bleibt! Es erfolgt keine Bewertung, jeder Beitrag ist eine Bereicherung der die Wahrnehmung im Alltag schärft. Die Zukunfts-Nuggets sollten kurz sein, so dass jeder fast „im Vorbeigehen“ die Vorbereitung realisieren kann. Wenn dies gelingt, dass solch eine kleine Zukunfts-Einheit jede Woche in den Teams eingebunden wird, jeweils immer ein Mitarbeiter oder vielleicht auch mal zwei, dann ergeben sich im Jahr 52 Zukunfts-Nuggets – dies ist eine Menge.

Wir sehen immer wieder in den Unternehmen, dass diese „kleinste“ Zukunfts-Einheit mit einer hohen Leichtigkeit wöchentlich eingewebt werden kann und auf große positive Resonanz stößt.

 

GANZ SCHÖN VIEL ZUKUNFT IN EINEM JAHR

Innerhalb eines Jahres sammeln Sie so in den einzelnen Teams 52 Zukunfts-Nuggets, welche auf kleinen Karten geschrieben werden und auf einem großen sichtbaren Board festgehalten werden, wo man heran treten kann, wo man sich nachinformieren kann und wo man sich immer wieder aufs Neue inspirieren lassen kann.

Die Zukunft wird dadurch direkt erlebbar, die Zukunft ist direkt anwesend und die Zukunft konnte von jedem ein wenig mitgestaltet werden. Nach einem Jahr ist die Zukunfts-Reife innerhalb des Unternehmens spürbar angewachsen – ganz leicht, mit wenig Aufwand und mit Kontinuität.

 

Fangen Sie an Ihre Zukunfts-Kultur durch eine lebendige Mitgestaltung eines Jeden zu prägen. Etablieren Sie eine Mitmach-Zukunfts-Kultur!

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