Ich spüre bei all den Herausforderungen deutlich und meine Akzeptanz ist mittlerweile sehr groß – Die Welt da draußen lässt sich nicht mehr zurückdrehen!

Dadurch werden nun immer mehr ganz anders gelagerte Themen und Betrachtungsweisen relevant.
Für mich hat das Jahr 2021 einige neue Themen hervorgebracht und andere Themen noch mehr in den Fokus gerückt.

Ich möchte gern mit dir teilen, welche drei Themen zum Jahresende bei mir im Kopf noch sehr präsent sind, welche mich bewegt haben und was mich so fasziniert hat, dass ich nächstes Jahr einen Schwerpunkt darauf setzen werde.

Co-Individualisierung (WIR)
Die Bedeutsamkeit und die Facetten dieses Begriffs sind mir in diesem Jahr besonders bewusstgeworden. Denn ich habe in den Unternehmen wahrgenommen, wo in welchen Ebenen es immer schwerer wird, einzelne Individuen zu einem gemeinsamen WIR zu vereinen.

In der zunehmend immer breiter gefächerten Individualisierung spiegelt sich das zentrale Kulturprinzip unserer Zeit und Gesellschaft wider.

Vielen Menschen geht es heute in ihrer einzigartig gestaltbaren Individualität um ihre Selbstverwirklichung. Die Wahlfreiheit und Selbstbestimmung für den Einzelnen in der Gesellschaft und in seinem eigenen Leben werden immer größer.
Dabei wird das Verhältnis von Ich und Wir neu ausgehandelt, was wir heute wunderbar auch in den Unternehmen erkennen können.
Die einzelnen ICHs fordern in Gemeinschaften bzgl. ihrer Bedürfnisse und Werte viel mehr Aufmerksamkeit ein. Dies macht ein WIR in den Unternehmen teilweise noch herausfordernder.

Eine zukünftige Frage ist: Wie verorten wir Individuen in Gemeinschaften? Wie kann es gelingen, den Einzelnen genug Aufmerksamkeit und Entfaltungsraum entgegenzubringen und trotzdem ein WIR zu kreieren? Was hält das WIR zukünftig­ zusammen?

Es wird aber auch erkennbar in der Entwicklung, dass sich das Individuum an der ein oder anderen Stelle als ein Teil einer kollaborativer WIR-Kultur in Gemeinschaften neu entdeckt.

Menschen werden sich auch zukünftig als Individuen verstehen und sehen. Doch die Kontexte, Netzwerke, Verbindungen und Zugehörigkeiten, in denen wir agieren, werden stärker als identitätsstiftend und essenziell für die persönliche Verwirklichung und Lebensqualität begriffen.

Eine sehr spannende Entwicklung, welche wir nicht beeinflussen können, sondern bezüglich des Umganges neu lernen dürfen.

Future Literacy (Zukunft)
Schon immer bewegt mich die Frage: Wie behält man Zuversicht für die Zukunft? Viel zu viel Menschen verlieren aktuell diesen sehr bedeutsamen Blick für uns alle.
In einem ersten Stepp würde ich die Frage dahingehend beantworten: Indem man den Zugang zum Raum der Möglichkeiten findet.

Und wie findet man das? – Mit einem ausgeprägten Sinn für Beobachtung und Wahrnehmung, einem Verständnis für Zusammenhänge und Mut zum Ausprobieren.

Eine wesentliche Grundlage ist die eigene Gabe und Offenheit der Beobachtung und dies frei von Wertungen, Deutungen und möglichen Kommentaren.

Dies ist sicherlich enorm anspruchsvoll, gerade in unserer aktuellen Welt, wo es ja eigentlich auch gerade in den sozialen Medien um bewerten und kommentieren geht.

Fast urteilsfrei all die Dinge und Geschehnisse wahrzunehmen, setzt einen Geist voraus, der ein großes offenes und neugieriges Interesse am Erkennen und Wahrnehmen der Möglichkeit hat.
Wir sollten uns immer wieder vor Augen führen: Jegliche Art von Wertungen verschließen das potenziell Mögliche.

Daher ist Future Literacy die Fähigkeit, die es uns ermöglicht, über unsere ausgebildete Wahrnehmungskompetenz die Bedeutung und die Rollenmöglichkeit der Zukunft besser zu verstehen. Wenn wir diese Fähigkeit trainieren, stärken wir unsere Vorstellungskraft und erkennen schneller Zusammenhänge, wenn Veränderungen auftreten.

Dabei spielt unser ausgebildetes systemisches Denken eine wichtige Komponente. Es geht dabei darum, nicht-lineare räumliche und zeitliche Beziehungen und Rückkoppelungen zu erkennen, anstelle von linearen Ursache-Wirkungs-Beziehungen.

Wir werden heute mehr als bisher aufgefordert, unsere Vorstellungskraft zu verbessern, unsere Wahrnehmungskompetenz auszubauen und unsere Denkansätze zu überdenken.

Um selbst einen Beitrag zur Zukunftskompetenz zu leisten, habe ich dieses Jahr unsere Initiative „Kultur beflügelt“ ins Leben gerufen, wo wir uns monatlich mit einem Schwerpunktthema aus den Ebenen Ich, Wir und Zukunft auseinandersetzen und einen Beitrag leisten, zukunftsfähig zu bleiben. Mein Herzensprojekt!

Human Design (ICH)
Vor eineinhalb Jahren bin ich auf das Thema Human Design-Sytem gestoßen und es hat mich vom ersten Moment an in den Bann gezogen. Ich bin bis heute immer sehr offen für Ansätze zur Potenzialentfaltung, da ich in Begegnungen mit Menschen immer viel mehr Potenzial sehe, als sie selbst leben. Daher treibt mich die Frage um, wie kann man Menschen dazu befähigen kann, ihr eigens Potenzial selbst zu entdecken und damit zu arbeiten.
Und wenn man immer wieder diesen Gedanken in sich trägt, dann kommen irgendwann Möglichkeiten. Einer dieser Möglichkeiten ist für mich Human Design.

Ich liebe es, wenn sich eine breite Wissenschaftsbasis zusammenschließt. Wenn sich östliche und westliche Wissenschaften verbinden. Und all dies tut Human Design. Es ist ein innovatives und neuartiges Tool zur Einschätzung der Persönlichkeit. Es schätzt dich nicht nur als Typ ein, sondern ermöglicht, den Weg der Selbstwahrnehmung zu stärken und ein besseres Verständnis  und Bewusstheit für sich und seine Umwelt zu bekommen. Auf der einen Seite deckt Human Design unsere Potenziale auf und fordert uns gleichzeitig auf, unsere Konditionierungen zu durchbrechen.

Das Human Design System als solches wurde im Januar 1987 auf Ibiza von dem Kanadier Robert Alan Krakower gechannelt, der daraufhin als Ra Uru Hu das System bis zu seinem Tod im Jahre 2011 weltweit bekannt machte und von vielen Anhängern bis heute weiterentwickelt wurde.

Was mich besonders fasziniert, dass das System eine andere Denkweise von uns fordert,  ein Annehmen und Zulassen verlangt, wenn ich es denn will und wir uns mit diesem System lebendig weiterentwickeln können. Human Design ist bisher eines der komplexesten Systeme, um den Fluss der Energien zu verstehen. Und ganz ehrlich – ich liebe es, komplexe Systeme zu durchdringen.

Daher habe ich mich nach umfänglicher Auseinandersetzung auch dazu entschieden, eine holistic human design-Coachingausbildung zu machen, welche ich im Februar abschließen werde und danach werdet ihr definitiv mehr darüber erfahren. Es wird als ein Schwerpunkt im nächsten Jahr in meine Arbeit mit einfließen.

Alle hier genannten Themen, die mich in diesem Jahr besonders umgetrieben haben, bedienen in der Rückschau tatsächlich auch unsere einzelnen Entwicklungsebenen von ICH. WIR UND ZUKUNFT und sind gleichzeitig in Wechselwirkung miteinander. Human Design hilft mir, mich besser zu verstehen, mich weiterzuentwickeln und mit meinem Umfeld besser umzugehen. Dies ermöglicht mir wiederum eine leichtere Orchestrierung der Co-Individualität, wo wir gemeinsam an unsere Zukunftsfähigkeit arbeiten können.

In diesem Sinne wünsche ich euch ganz viel Mut und Zuversicht für 2022.

Deine Eva

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