Das virtuelle Meeting sollte um 14:00 Uhr beginnen. Drei Minuten vor Start ist noch keiner im virtuellen Raum. Eine Minute vor Start füllt sich das virtuelle Fenster langsam.

Es vergehen noch gut 10 Minuten bevor alle da sind. Auch Peter, der Meetingleader, kommt knapp fünf Minuten zu spät. Irgendwie wirkt er abgehetzt und nicht ganz anwesend. Man hat den Eindruck, er ist noch gar nicht bei diesem aktuellen Meeting. Nach einer kurzen Begrüßung mit der Aussage, was jetzt thematisch im Meeting ansteht, gibt er das Wort an Elke, die doch bitte den aktuellen Stand des Projektes zusammenfassen soll.

 An diesem Nachmittag darf ich zufälligerweise an dem Meeting teilnehmen und finde es jetzt schon, fünfzehn Minuten nach 14:00 Uhr, enorm ermüdend, nichtssagend, unbelebt und energielos.

WIR HABEN KEINE BEWUSSTHEIT
Innerlich denke ich mir: „Peter, wo ist dein Strahlen, wo ist dein Lächeln, wo ist deine Souveränität, wo ist deine Freude über dieses Meeting, wo ist dein Einladen, wo ist deine Energie, wo bist du?“

Warum drücken wir mit unserer ganzen Ausstrahlung, Mimik, aber auch Körperhaltung, so häufig das aus, was wir den über Tag erleben, was wir im Äußeren wahrnehmen und was uns bewegt.

Warum sind wir viel zu oft, dass außen selbst. Mit all seiner Hektik, Herausforderung, Dynamik, Widersprüchen und Komplexität.

Natürlich is das alles da, aber wir als Menschen können dem etwas entgegensetzen – eine innere Haltung, eine Absicht, eine Intention.
Viel zu oft verlieren wir uns im Außen und werden Spielball der Umstände, dabei stellen wir meist gar nicht infrage, dass wir die Situation und unsere Gedanken auch „drehen“ könnten.
Wir haben uns vielfach verloren und keine Bewusstheit mehr darüber, was wirklich mit uns geschieht.

UNSERE REALTITÄTSKONSTRUKTE SND FÜR UNS NORMAL
Dies ist aus vielerlei Hinsicht folgenschwer, weil wir anderen als Leader/in und Gestalter/in gar nichts mehr geben können, keine Energie, keine Zuversicht, keine Orientierung und keine Sicherheit. Denn all dies haben wir für uns auch nicht mehr, wir haben sie im Strudel der Anforderungen verloren und unbewusst abgegeben.

Dabei halten viele Menschen diese Stimmungen und diese Situationen für normal. Nach dem Motto: Das ist eben so!

Hier legt ein Denkfehler vor. Wir als Menschen sind in der wundervollen Lage, unsere selbst erschaffenen Realitätskonstrukte zu verändern, wenn wir es denn wollen. Wenn wir dafür überhaupt eine Bewusstheit haben.

ALLES SPRICHT DAFÜR, NICHT UBEDINGT ZU VERTRAUEN
Gerade in den aktuellen Zeiten, wo wir mit Herausforderungen konfrontiert werden, fällt es wahrscheinlich auch dir nicht immer ganz leicht, weiterhin zu vertrauen. Wenn in der Welt und vielleicht sogar in deinem unmittelbaren Umfeld Dinge passieren, auf die wir keinen Einfluss haben, die nicht in unserem Zugriff sind, fühlen wir ins oft machtlos und unsicher.
In solchen Momenten erscheint es uns unmöglich, zu vertrauen, an das Gute zu glauben und an unsere eigene Gestaltungskraft festzuhalten. Sicherlich kennen wir alle dieses Gefühl.

Was wir uns aber klar machen müssen. Es ist ein Gefühl, welches wir mit unserem Denken ausgelöst haben. Grundsätzlich bleibt ein plötzliches Gefühl nur für einen Moment, außer wir halten daran fest und können dies nicht loslassen.

WIR KÖNNEN GESTALTER/IN BLEIBEN
Wir müssen uns in herausfordernden Zeiten immer bewusst machen, dass wir aus unserem Inneren heraus, Gestalter/innen bleiben können, wenn wir uns bewusst dafür entscheiden. Wir kommen also nur aus dem Gefühl der Machtlosigkeit, des Erdrückens und der völligen Erschöpfung heraus, wenn wir unser erschaffenes Realitätskonstrukt aktiv loslassen, was uns für unsere Energie, für unsere Gestaltungskraft und für unsere Zuversicht nicht mehr dient.

Du solltest deine Ausrichtung und Energie stattdessen für die Dinge einsetzen, die dir wichtig sind.

Wenn du dies wirklich willst, ist es wichtig, dass du mit deiner Bewusstheit arbeitest und dich nicht ausschließlich im Außen treiben und schleudern lässt. Dafür sind wichtige mentale Werkzeuge unerlässlich: Deine Bewusstheit, im Sinne der eigenen Wahrnehmung und deine Absicht im Kontext deiner Verantwortung für dich und für andere.

DEINE BEWUSSTHEIT:
1. Mache dir bewusst, dass dir auf energetischer Ebene niemand die Macht rauben kann, außer du gibst sie freiwillig ab.
2.  Werde dir deiner eigenen Gestaltungskraft bewusst und hole dir deine innere Souveränität immer wieder zurück.
3. Setze dich innerlich bewusst damit auseinander, dass du deine Energie und Kraft nicht an problematische Situationen oder Menschen abgibst.
4. Mach dir immer wieder klar, dass du hast nur begrenzt Energie hast: Setze sie wertvoll und wirksam ein.

Damit du deinen Fokus nicht immer wieder verlierst oder schneller zurückholen kann, setze dir eine innere Absicht, auch im Sinne der Verantwortung dir und der Verantwortung anderen gegenüber.

1. Setze eine bewusste Intention, Absicht für den Tag, für deine bevorstehendes Meeting, für dein Vorhaben. Über den Tag hinweg, immer und immer wieder.
2. Mache dir bewusst, welche Verantwortung du für dich selbst und welche Verantwortung du für andere trägst.
3. Werde dir bewusst, was du bewirken willst und warum du dies bewirken willst
4. Verstärke diese Intention mit der Dankbarkeit dieser Möglichkeit.

WIRKUNG DER KULTURELLEN WEITERENTWICKLUNG
Stellen wir uns vor, Peter als Meetingleader wäre seinen Tag anders angegangen. Eben mit der hier beschriebenen Bewusstheit und mit einer klaren inneren Absicht.

Dann wäre er wahrscheinlich auch pünktlich gewesen, da er sein Vormeeting mindestens 5 min vorher beendet hätte, um eben pünktlich zu sein, allein schon aus der Wertschätzung heraus gegenüber seinen tollen Kollegen und Kolleginnen und der bedeutenden Inhalte im Meeting.

Er säße mit einem Lächeln in seinem virtuellen Fenster, wäre voller Präsenz und Freude auch über das Wiedersehen und die bevorstehende fruchtbare Zeit.

All seine Ausstrahlung, seine Souveränität und sein im Meeting „sein“, hätte unmittelbare Auswirkungen auf alle anderen Teilnehmer/innen. Auf einmal würden alle aufgerichteter dasitzen, wären präsenter, würden lächeln, wären dabei und bringen sich aktiv mit ein.

Dies alles kann geschehen, weil ein einziger Mensch, Hoheit über seine Gedanken übernimmt, sich bewusst ausrichtet und sich der energetischen Verantwortung bewusst ist.

#wirkultur

 

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