Gesundheit ist bei dem Großteil der Bevölkerung ein bedeutendes Kriterium für ihre eigene Lebenszufriedenheit. Und trotzdem leiden ein Drittel der Menschen an den unterschiedlichsten chronischen Erkrankungen so unter anderem auch an Schlafproblemen. Schlecht zu schlafen wird zunehmend zu einer Volkskrankheit. Jeder zehnte Deutsche leidet unter ernstzunehmenden Schlafstörungen mit chronischer Tendenz.
Schauen wir uns weitere Entwicklungen an, die im engeren oder weiteren Sinne in deren Zusammenhang stehen, so erkennen wir, dass unsere Bevölkerung immer älter wird. Wir in sehr verdichteten Wohneinheiten bei gleichzeitiger steigender Einsamkeit leben. Alles Faktoren des Jetzt und der Gegenwart. Doch wozu dieses Beispiel?

Wenn wir diese Zusammenhänge wahrnehmen und wir einen Beitrag zum Beispiel für eine gesündere Architektur erkennen, sehen wir Potentiale. Potentiale, die wir im Architekturbereich oder im Städtebau nutzen könnten, um etwas Beitragsgebendes zu erschaffen. 

Es sind die Kontexte, die für eine Potentialerkennung relevant sind. Was können wir beobachten? Welche Arten von größeren Zusammenhängen können wir heute schon erkennen? Welche Ableitungen ließen sich aus dem Ziehen, was wir beobachten?

WIE NIMMT MAN KONTEXTE WAHR?

Wir müssen auf Details achten, wie auf das Große und Ganze. Die meisten Informationen dazwischen sind Allgemeinwissen, und daher wenig potentiell.

Das wir ein Drittel chronisch Kranke haben oder Menschen, die an Schlafstörungen leiden, ist Allgemeinwissen.

Detailwissen ist in diesem Kontext zum Beispiel der rasante Anstieg, die eigentliche differenzierten unterschiedlichen Entwicklung.

Der Kontext ist, wo sich dies abspielt, wo das Detailwissen seine Entwicklung erlebt, erleben wird und sich niederschlägt. Und hier liegen die wahren Potentiale für die Zukunft, für neue Geschäftsmodelle und sogar die Potentiale von Menschen.

TEAMMITGLIEDER IM DETAIL WAHRNEHMEN

Viel zu schnell wird unsere Aufmerksamkeit von Allgemeinplätzen, dem Bekannten, dem Offensichtlichen verbraucht.
Was wäre, wenn wir Mitarbeiter und Teammitglieder anders betrachten und wahrnehmen?

Indem wir eben nicht nur darauf achten, ob die heutigen fünf Arbeitsaufträge erledigt sind oder die Projektplanung fertiggestellt wurde. Sondern wir eher darauf achten, wie der Mitarbeiter auf seine besondere Art und Weise diese Tätigkeit erledigt, wie er notwendige Umfelder mit anderen Menschen synchronisiert. Mit welchen Gesten, Gesichtsausdrücken und Handlungen er Beziehungen pflegt. Kleinigkeiten, die uns bei oft routinemäßiger Betrachtung kaum noch auffallen. Aber eigentlich den Unterschied in einem Team machen und sehr wertvoll für weitere Entwicklungen sind.

POTENTIALE ENTFALTEN KANN SO LEICHT SEIN

Zugleich sollte es uns aber auch gelingen, dass größere Bild in der weiteren Entwicklung mit einzubeziehen. Welche Zukunftsentwicklungen stehen in unserem Unternehmen oder Team an? Welche Besonderheiten, Stärken und Werte benötigen wir für anstehenden Entwicklungen? Wohin werden wir uns entwickeln müssen? Wie können wir einen Unterschied machen?
Wenn wir Beides wahrgenommen haben, dann führt uns die Synchronisierung von Detailwissen und von größeren Kontexten zu wirklichen Potentialen, welche wir zur Wirkung bringen können. Jetzt kann ich überlegen, wie ich die besondere Art und Weise
des Mitarbeiters für den neuen Kundenservice nutzen kann, wie ich die vorhandene Fähigkeit zur Beziehungsgestaltung der Mitarbeiterin für die komplexe Projektbearbeitung integriere. Ich kombiniere besondere Detailpotentiale meines Unternehmens mit den Entwicklungskontexten des Marktes.

Das Denken in Kontexten fällt vielen Menschen schwer. Dies ist schade, stellt es doch die Grundlage dafür dar, dass wir Potentiale erspüren können. Im 21. Jahrhundert ist es das Basiswissen für Entwicklungen. Entwicklungen von Geschäftsmodellen, sowie für die Entwicklung von Menschen.

TRAINIERE DEIN VERNETZTES WAHRNEHMEN!

Es lohnt sich also, dieses vernetzte Wahrnehmen zu trainieren, zum Beispiel mit kleinen Augenübungen. In einem Artikel des Zukunftsinstitut werden drei kleine visuelle Übungen dargelegt, die den Sehsinn für Kontexte trainieren, um Zusammenhänge besser erkennen zu können. Diese möchte ich Dir hier gern vorstellen:

Peripheres Sehen: Erweitere Deinen Blickwinkel, indem Du bewusst auf Randphänomene achtest, die sich eigentlich nur in Deinem Augenwinkel ereignen. Unser Blickwinkel ist eigentlich weiter, als wir ihn normalerweise nutzen. Lass den Fokus los und lasse Dich auf Dein ganzes Blickfeld ein.

Langsames Sehen: Nimm Dir Zeit und betrachte die Welt, Dein Umfeld ohne direkt gleich an einen Nutzen, an Verpflichtungen, Bewertungen oder Interpretationen zu denken. Blicke nicht auf das Unmittelbare, sondern in die weitere Ferne. Worauf verweilt dann Dein Blick, wenn er nicht gelenkt wird?

Unscharfes Sehen: Traue Dich und entschärfe Deinen Blick, um ihm die Klarheit zu nehmen. Zum Beispiel, indem Du die Augen zukneifst. Was siehst Du anders, was siehst Du neues, wenn Du Dir die Möglichkeit nimmst, bei einer aufgreifenden Detailbetrachtung nicht gleich das Gesamtbild hinzuzudenken? Wenn Du Vorannahmen und Dein vermeintliches Wissen über Bord wirfst?

UNSCHÄRFE LÄSST UNS KLARER SEHEN

Kontexte und Zusammenhänge sieht man besser in Unschärfe, im Nichtfokus. Eine sehr konträrere Aufforderung gegenüber dem, zu was wir eigentlich im Alltag angehalten werden und zwar: immer fokussiert zu bleiben. Seine ToDo-Liste stringent abzuarbeiten, seine Ziele zu erreichen.
Andererseits sind wir jedoch auch sehr schnell abgelenkt. Kurznachrichten, soziale Medien oder E-Mail-Fluten zerren an unserer Aufmerksamkeit. Dazwischen einen Raum des stillen, geerdeten Wahrnehmens von Zusammenhängen zu
finden ist nicht leicht, aber für Dich und für die unternehmerische Zukunft existenziell.

WIR MÜSSEN UNSERE PERSPEKTIVEN WECHSELN KÖNNEN

In den Unternehmen ermöglichen wir uns so eine Zukunftskultur, wenn wir gemeinsam anders wahrnehmen, anders anfangen zu sehen, dadurch anfangen anders vernetzter und potentialorientierter zu denken. Wir müssen auf der Mikroebene viel stärker das WIE im Detail wahrnehmen und dies wiederum auf der Metaebene mit dem WOZU und WOHIN verbinden. Eine perspektivreiche Wahrnehmungskompetenz und eine potentialorientierte Denkweise ermöglichen uns mehr zu sehen als andere. Dies versetzt uns in die Lage, diese Erkenntnisse auch anders zu nutzen und größere Beiträge zu leisten.

Sei in Deinem Leben nicht erst im Nachhinein klüger! Das Erkennen von Details, Kontexten und deren Zusammenhänge ist eine essenzielle Qualität für Deine Zukunftsfähigkeit. Übe Dich im Wahrnehmen von Details, Kontexten und übe Dich in Metasichten, dies ist eine Basis für das Arbeiten mit Potentialen.

#zukunftskultur

 

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